Hochwasser spitzt sich zu: Magdeburg stark bedroht

Magdeburg/Berlin. Für Zehntausende Helfer und Bewohner in den Hochwassergebieten startet die zweite Woche der Flut mit Hoffen und Bangen. Viele Dämme sind durchweicht und drohen zu brechen.
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2013



Kindergarten zu Besuch bei der Feuerwehr



Am Dienstag, den 14. Mai haben 24 Kinder mit ihren Erzieherinnen die Ortsfeuerwehr Hilter besucht.

Für die kleinen Gäste haben sich drei Kameraden Zeit genommen, die ihnen die Arbeit der Feuerwehr und das richtige Verhalten im Falle eines Brandes näher brachten. Bevor ein Feuerwehrmann nach und nach in seine Schutzkleidung geschlüpft ist, wurde den kleinen ein Film vorgeführt. Da im Film unter Anderem gezeigt wurde, wie ein Trupp mit Atemschutzgeräten vorgegangen ist, wurde diese Ausrüstung nochmals aufgegriffen um den Besuchern zu zeigen, dass man keine Angst vor einem so „verkleideten“ Feuerwehrmann haben muss. Als nächstes wurden die Fahrzeuge begutachtet, die Drehleiter ausprobiert und „gelöscht“ – also mit einem kleinen Strahlrohr auf Verkehrsleitkegel gezielt. Zum Abschlussfoto wurden die Kinder mit viel zu großen Einsatzjacken und Helmen ausgestattet.




Gemeindefeuerwehr Hilter ernennt Ehrenmitglied



Eine ganz besondere Überraschung hatten die Mitglieder des Gemeindekommandos für den Leiter des Ordnungsamtes Heinrich Pelke anlässlich der Spritzenzehr vorbereitet.

Ohne sein Wissen betrat plötzliche seine Ehefrau Ulla den Saal. Ein leises „Ich freue mich das du da bist.“ war von dem völlig überraschten Heinrich Pelke zu hören. Anschließend hatte der ehemalige Ortsbrandmeister Hartmut Hellmich das Wort. „Das Gemeindekommando der Feuerwehr Hilter hat in seiner letzten Sitzung beschlossen Heinrich Pelke aufgrund seiner Verdienste um und für die Feuerwehren in Hilter die Ehrenmitgliedschaft anzutragen.“ Heinrich Pelke war in den vergangen 40 Jahren nicht nur technisch sondern auch menschlich über alle Belange der Feuerwehr Hilter informiert. Er war ein objektiver Vertreter beider Seiten. Er ist das was man im Privat leben als „guten Freund“ bezeichnen würde. Ein Dank ging auch an seine Frau Ulla. Im Anschluss an die Laudatio überreichte der Gemeindebrandmeister Ralf Telkämper eine Ehrenurkunde an Heinrich Pelke und einen Blumenstrauß an seine Frau. Die Versammlung würdigte seine Verdienste mit nicht enden wollenden Standig Ovations. Heinrich Pelke bedankte sich für diese Ehrung. „Die Feuerwehr war mir immer wichtig. Auch wenn es im Moment etwas schwierig ist. Das entkrampft sich schon wieder“ so Pelke. Er dankte aber auch seiner Frau. „Denn so manche Kameradschaftspflege mit Bier und Wacholder wäre ohne Sie nicht möglich gewesen.“


Spritzenzehr der Gemeindefeuerwehr



Zur alljährlichen Spritzenzehr hatte Gemeindebrandmeister Ralf Telkämper dieses Jahr in den Turnhallenanbau nach Borgloh geladen. Viele Mitglieder der beiden Ortsfeuerwehren Borgloh und Hilter waren der Einladung gefolgt.

Ebenso freute Ralf Telkämper sich über die stattliche Anzahl der anwesenden Alterskameraden. Enttäuscht zeigte er sich, dass nur ein Mitglied des Gemeinderates seiner Einladung gefolgt sei. „Vielleicht spiegelt dies auch den Stellenwert wieder, den die Feuerwehr bei den Ratsmitgliedern hat.“, so Telkämper. Mit 96 aktiven Mitgliedern und 42 Mitgliedern in den Altersabteilungen ist die Feuerwehr Hilter derzeit gut aufgestellt. Um auch in der Zukunft gut gerüstet zu sein, wird über die Gründung einer Jugendfeuerwehr nachgedacht. Diesen Gedanken begrüßte Bürgermeister Wilhelm Wellinghaus in seinen Grußworten und hoffte, dass dieser Gedanke auch umgesetzt wird. Die Anzahl der Brandeinsätze lag mit 96 unter dem Niveau der Vorjahre. Dies liegt vor allem an der rückläufigen Zahl von Einsätzen durch ausgelöste Brandmeldeanlagen. Die Zahl der Hilfeleistungen liegt mit 159 auf dem Niveau der Vorjahre. Insgesamt leisteten die Kameraden 11.768 ehrenamtliche Stunden bei Einsätzen, Ausbildung und Dienstabenden. Der Fahrzeugpark der Feuerwehr Hilter ist durch die Ersatzbeschaffung von zwei neuen HLF 20/16 im vergangen Jahr auf ein Durchschnittsalter von 14 Jahren verjüngt worden. An dieser Stelle dankte der Gemeindebrandmeister allen Entscheidungsträgern für die rasche Ersatzbeschaffung des verunfallten LF 16 der Ortsfeuerwehr Hilter und der gleichzeitigen Beschaffung eines HLF 20/16 für die Ortsfeuerwehr Borgloh. Dennoch wies er darauf hin, dass Fahrzeuge, die älter sind als 30 Jahre laut Straßenverkehrszulassungsordnung als Oldtimer gelten. Diese Voraussetzung erfüllt die DLK 23/12 SE seit dem letzten Jahr. Hier gilt es die geplante Ersatzbeschaffung für das Jahr 2017 nicht aus den Augen zu verlieren. Das im Jahre 1963 erbaute Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Hilter weist zum Teil erhebliche sicherheitstechnische Mängel auf. Hier besteht unverzüglich Handlungsbedarf. Erste Kostenschätzungen belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro für einen Umbau und 2,3 Millionen Euro für den Neubau eines Feuerwehrhauses. Telkämper kritisiert, dass seitens des Gemeinderats eine Standortdiskussion nie in Betracht gezogen wurde. Gerade im Bereich der Siedlungen in Hankenberge können die gesetzlichen Hilfsfristen nicht eingehalten werden. Dies kann im schlimmsten Fall Menschenleben kosten. Seitens der Feuerwehr wurde diese Problematik bereits mehrfach angesprochen. Zum Abschluss seines Jahresberichtes bedankte sich der Gemeindebrandmeister bei allen Mitgliedern für die geleisteten Stunden im vergangenen Jahr. Ebenso dankte er den Familien der Kameraden die so oft auf ein Familienmitglied verzichten mussten. Nach seinem Jahresbericht freute sich Telkämper drei Kameraden befördern zu können. So wurde Thomas Riedemann zum Hauptlöschmeister, Thorsten Hartmann zum Löschmeister und Jens Kawohl zum 1. Hauptfeuerwehrmann befördert. Die Ehrungen durch den Verband übernahm das Vorstandsmitglied der Feuerwehrverbandes Altkreis Osnabrück und Gemeindebrandmeister Bad Rothenfelde Michael Janböke. Bei seinen einleitenden Worten betonte Janböke, dass es für ihn etwas ganz Besonderes ist, diese Ehrungen vorzunehmen. Denn jemanden für langjährige Verdienste in der Feuerwehr zu Ehren, bei dem man selber das Löschen gelernt hat ist nicht alltäglich. Er freut sich über die gute Nachbarschaft zwischen Hilter und Bad Rothenfelde. Auch, dass die Ortsfeuerwehr Borgloh mit dem neuen HLF in der TE Bahn tätig und somit die Feuerwehr Bad Rothenfelde entlastet freut ihn. Nach seinen einleitenden Worten ehrte er die Mitglieder Fritz Spiering, Johannes Schauwecker und Johannes Schürmeyer für 50-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr. „Wer ein halbes Jahrhundert in der Feuerwehr ist, der muss schon Feuerwehrblut in den Adern haben“, so Janböke. Mit stehendem Applaus würdigten die Teilnehmer die Leistung von Albert Henke. 70 Jahre Feuerwehrgeschichte hat dieser erlebt und mitgestaltet. Eine besondere und nicht alltägliche Ehrung. In seinen Grußworten bedankte sich der scheidende Bürgermeister Wilhelm Wellinghaus zunächst für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Aber auch für die letzten sechseinhalb Jahre die er als Bürgermeister im Amt war. Ihm wurde oft ein gutes, vielleicht auch zu gutes Verhältnis zu Feuerwehr vorgeworfen. Aber das störte ihn nicht. Gemeindebrandmeister Ralf Telkämper bedankte sich ebenfalls bei Wellinghaus für die angenehme Zusammenarbeit und wünscht dem reisefreudigen Bürgermeister und seiner Frau viel Spaß beim Erkunden fremder Länder und Kontinente. Beim anschließendem Essen und kühlen Getränken wurde in gemütlicher Runde noch so manche Geschichte von Früher oder der jüngeren Vergangenheit ausgetauscht.


„Standing Ovations“ für 325 Jahre Feuerwehrgeschichte



Zum 87. Mal trafen sich die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Hilter zur alljährlichen Jahreshauptversammlung. In seinem Jahresbericht stellte Orts- und Gemeindebrandmeister Ralf Telkämper zunächst die nüchternen Zahlen für das Jahr 2012 vor.

138-mal rückten die Feuerwehrmänner und –frauen im abgelaufenen Jahr aus, um Brände zu Löschen oder Personen aus Notlagen zu helfen. Auffällig ist, dass die Zahl der Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen deutlich über dem Niveau der Vorjahre liegt. Insgesamt leisteten die Mitglieder über 7300 unbezahlte Stunden im Einsatz- und Ausbildungsdienst. Ferner ging Telkämper auf ein von der Gemeinde Hilter in Auftrag gegebenes Gutachten ein. Dieses ergab, dass das Platzangebot im Feuerwehrhaus fast verdoppelt werden muss, um den Ansprüchen an ein modernes Feuerwehrhaus zu genügen. Hierauf ging auch Ordnungsamtsleiter Heinrich Pelke, der die Grüße von Rat und Verwaltung überbrachte, ein. Der Neu- oder Umbau eines Feuerwehrhauses erfordere alle Kräfte und Kompromissbereitschaft um für die nächsten 40-50 Jahre gerüstet zu sein. Am Ende seines Jahresberichtes zog Ralf Telkämper noch einmal Bilanz. Das Jahr 2012 war ein schwieriges Jahr für die Ortsfeuerwehr Hilter. Keiner der Kameraden wird den 28. April und den Unfall des Löschgruppenfahrzeuges jemals vergessen. Zum Glück kam bei diesem Unfall niemand zu schaden. Er betonte nochmals: „Der Fahrer des Fahrzeuges wurde von jeglicher Schuld freigesprochen.“ Die Situation war für alle Beteiligten sehr belastend. Dazu trug insbesondere die „fehlerhafte und reißerische“ Berichterstattung in den Medien bei. Umso erfreuter war er, dass nach nur knapp zweieinhalb Monaten ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20/16) in Dienst gestellt werden konnte. Bei der Wahl eines Gruppenführers für das Löschgruppenfahrzeug (LF16) wurde Sven Krenzien als neuer Gruppenführer für das Löschgruppenfahrzeug gewählt. Sein Stellvertreter wird Mark Bräuniger. Bei der Wahl des Festausschusses hatten die Mitglieder erstmals die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Gruppen. Den neuen Festausschuss besteht aus Michael und Karl-Heinz Werner, Maik Holtkämper, Carsten Kellersmann und Michael Hewitt. Nach dem Jahresbericht und den Wahlen, war es an der Zeit zwei neue Feuerwehrmänner zu ernennen. Nach dem sie alle erforderlichen Lehrgänge abgeschlossen haben wurden Sebastian Hilbrenner und Jonas Hellmich zu Feuerwehrmännern ernannt. Befördert wurden die Kameraden Rafael Wellhöner und Sören Hellmich zu Oberfeuerwehrmännern und der Kamerad Henning Krenzien zum Hauptfeuerwehrmann. Die Auszeichnung des Landesfeuerwehrverbandes für langjährige Mitgliedschaft erhielten die Mitglieder Fritz Wesseler, Rolf Wenker, Ludwig Wenker (für 50 Jahre) und Günther Gierschner (für 40 Jahre). Seitens der Ortsfeuerwehr wurde Fritz Spiering für 40 Jährige Mitgliedschaft geehrt. Die Mitglieder Udo Künker (25 Jahre) und Günther Mahnke (70 Jahre) waren leider nicht anwesend. Sie werden somit nachträglich geehrt. Mit stehendem Applaus würdigte die Versammlung die Verdienste der Geehrten. Der Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Borgloh Hermann Tschirley brachte es in seinen Grußworten auf den Punkt. „Wer mehr als ein halbes Leben der Feuerwehr widmet, für den reicht ein `Danke´ nicht mehr aus.“ Ein Thema auf der Versammlung war das Oktoberfest im Jahr 2014. Problematisch war in der Vergangenheit immer die dünne Personaldecke beim Auf- und Abbau der Veranstaltung. Unerwartet kam hier Unterstützung aus der Altersabteilung. „Wir können euch doch helfen“, war die Aussage der rüstigen Herren. Somit fiel es den Mitgliedern leichter sich einstimmig für ein drittes Oktoberfest im Jahre 2014 auszusprechen.




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